Ein gelungener Abend
Interessiert sich denn heute niemand mehr für Elvis? Ist Elvis ein Nischenprodukt? Vertrauen die Leute uns doch nicht so sehr, dass wir jedes Mal ein gutes Programm auswählen? Zieht Bernd Kohlhepp nicht (obwohl er seit Jahrzehnten die Hallen füllt)? – das waren die Fragen in den Wochen zuvor, als der Vorverkauf phasenweise überhaupt nicht lief. Doch in den Tagen davor wurde langsam klar – die Leute kommen! Die Schnaiter Halle wurde so voll wie immer. Das Risiko, mal was anderes zu präsentieren als reine Comedy – es hatte sich gelohnt.
„Ich fühle mich bei euch sehr gut aufgehoben“ meinte ein Gast, der zum ersten Mal da war - und sich am Ende gleich Karten für die nächste Veranstaltung sicherte. Wurstsalat war neu auf der Speisekarte – und die Leute haben ihn dem Barteam aus den Händen gerissen, schon lange vor Programmbeginn war klar, es wird nicht reichen – doch wenn wir was können, dann improvisieren. Wurst war schnell besorgt, Dressing war vom Küchenteam ausreichend vorbereitet – und so gab es in der Pause wieder genug. Auch Gulasch lief noch besser als im letzten Jahr – es scheint sich rumgesprochen zu haben, dass man beim „Kabarett in Schnait“ nicht nur tolles Programm zu sehen bekommt, sondern auch gut essen und trinken kann. Doch wie ist es möglich, nicht nur beim Eintrittpreis relativ niedrig zu bleiben, sondern auch an der Theke Preise zu verlangen, die man als Gast noch gerne bezahlt? Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle geht an die Firmen, die die Veranstaltung unterstützten.
Dann, um 20 Uhr betrat „Elvis“ die Bühne – nein, noch nicht, zunächst brachte die schwäbische Variante, der „Herr Hämmerle“ alleine das Publikum in Stimmung – mit Gesang, aber vor allem fiktiven Geschichten aus dem Leben, und aus dem Leben des Publikums in den ersten Reihen. Die Kommunikation mit dem Publikum, das ist sein Talent, das kann er – und das ist nur live wirklich gut!
Erst später kam „Elvis“ in Person von Nils Strassburg dazu, und nun wurde es musikalisch! Er bewegte sich wie damals der leibhaftige Elvis, dazu eine unglaubliche Stimme – so stolzierte er durch die Reihen und legte den Damen Schals um den Hals, wie einst Elvis. Hinterher gab es an der Bar Diskussionen – ist es die Stimme, die Nils Strassburg so überzeugend wirken lassen? Oder noch mehr seine ganze Bühnenpräsenz? Bei einem waren sich die Gäste aber einig - „unglaublich gut“ hörte man immer wieder. Direkt nach Ende startete der Vorverkauf für Heinrich del Core, der am 27. November auf der Bühne stehen wird. Infos und Karten gibt’s über unsere Internetseite kabarett-in-schnait.de
Video-Rückblick